Keyword-Recherche für Anfänger: So findest du die richtigen Suchbegriffe
Keywords sind die Wörter und Phrasen, die Menschen bei Google eingeben, wenn sie nach etwas suchen. Wenn du verstehst, welche Suchbegriffe deine potenziellen Kunden verwenden, kannst du deine Webseite genau darauf ausrichten. Das ist die Grundlage von erfolgreichem SEO.
Viele Kleinunternehmer im DACH-Raum denken, Keyword-Recherche sei kompliziert und nur etwas für Experten. Aber das stimmt nicht. Mit den richtigen Methoden und ein paar kostenlosen Tools kannst du selbst herausfinden, welche Suchbegriffe für dein Geschäft relevant sind.
Warum Keyword-Recherche so wichtig ist
Ohne Keyword-Recherche optimierst du im Blindflug. Du rätst, welche Begriffe deine Kunden verwenden, statt es zu wissen. Das führt dazu, dass du entweder auf Begriffe setzt, die niemand sucht, oder auf Begriffe, bei denen die Konkurrenz viel zu stark ist.
Ein konkretes Beispiel: Ein Schreiner in Bern könnte versuchen, für "Möbel" zu ranken. Aber dieser Begriff ist viel zu breit und die Konkurrenz mit IKEA, XXXLutz und Co. unbezwingbar. Stattdessen wäre "Massmöbel Bern" oder "Schreiner Bern Küche" viel realistischer und bringt genau die Kunden, die er will.
Schritt 1: Brainstorming -- Was würden deine Kunden suchen?
Bevor du ein Tool öffnest, nimm dir 15 Minuten Zeit und überlege: Wie würden deine Kunden nach deiner Dienstleistung suchen? Schreib alles auf, was dir einfällt:
- Deine Dienstleistungen und Produkte
- Probleme, die deine Kunden haben
- Fragen, die dir Kunden häufig stellen
- Fachbegriffe und umgangssprachliche Ausdrücke
- Variationen mit Ortsbezug
Frag auch deine bestehenden Kunden: "Was hast du bei Google eingegeben, als du nach uns gesucht hast?" Die Antworten könnten dich überraschen.
Schritt 2: Google Autocomplete nutzen
Google Autocomplete ist das einfachste und unterschätzteste Keyword-Tool überhaupt. Gib einen Suchbegriff bei Google.de ein und schau dir die Vorschläge an, die automatisch erscheinen. Diese Vorschläge basieren auf tatsächlichen Suchanfragen.
Probiere verschiedene Anfänge: "Webseite erstellen...", "Webdesign...", "Homepage...". Jeder Vorschlag ist ein Keyword, das echte Menschen bei Google eingeben. Notiere alle relevanten Vorschläge.
Scrolle auch bis zum Ende der Suchergebnisseite, wo Google "Ähnliche Suchanfragen" anzeigt. Auch das sind wertvolle Keyword-Ideen, die du in deine Liste aufnehmen solltest.
Schritt 3: Kostenlose Keyword-Tools
Es gibt hervorragende kostenlose Tools für die Keyword-Recherche:
- Google Keyword Planner: Kostenlos mit einem Google Ads Konto, zeigt Suchvolumen und Wettbewerb
- Ubersuggest: Gibt dir Keyword-Ideen, Suchvolumen und SEO-Schwierigkeitsgrad
- AnswerThePublic: Zeigt Fragen, die Menschen zu einem Thema stellen
- Google Search Console: Wenn du bereits eine Webseite hast, siehst du hier, für welche Begriffe du bereits gefunden wirst
Du brauchst keine teuren Premium-Tools. Für Kleinunternehmen reichen diese kostenlosen Optionen völlig aus. Der Google Keyword Planner allein liefert mehr Daten, als die meisten Unternehmer jemals auswerten können.
Schritt 4: Die richtigen Keywords auswählen
Nicht jedes Keyword ist gleich wertvoll. Achte auf drei Faktoren bei der Auswahl:
- Suchvolumen: Wie oft wird der Begriff gesucht? Zu wenig bedeutet kaum Traffic, zu viel bedeutet starke Konkurrenz
- Relevanz: Passt der Suchbegriff wirklich zu deinem Angebot? Nur relevante Besucher werden zu Kunden
- Suchintention: Will die Person kaufen, sich informieren oder vergleichen? Kaufbezogene Keywords sind am wertvollsten
Für Kleinunternehmen sind Long-Tail-Keywords besonders wertvoll. Das sind längere, spezifischere Suchphrasen wie "Webseite für Restaurant erstellen lassen Zürich". Sie haben weniger Suchvolumen, aber die Conversion-Rate ist deutlich höher, weil die Suchintention sehr konkret ist.
Schritt 5: Keywords in deine Webseite einbauen
Wenn du deine Keywords gefunden hast, müssen sie an den richtigen Stellen auf deiner Webseite erscheinen. Die wichtigsten Positionen sind:
- Title-Tag: Der wichtigste Ort für dein Haupt-Keyword
- H1-Überschrift: Sollte das Haupt-Keyword natürlich enthalten
- Meta-Beschreibung: Beeinflusst zwar nicht direkt das Ranking, aber die Klickrate
- Erster Absatz: Google achtet besonders auf den Anfang deines Textes
- Zwischenüberschriften: Verwende verwandte Keywords in H2- und H3-Tags
Wichtig: Schreibe immer für Menschen, nicht für Suchmaschinen. Google erkennt heute sehr gut, ob ein Text natürlich klingt oder mit Keywords vollgestopft wurde. Unser Artikel über On-Page SEO Grundlagen erklärt das im Detail.
Typische Fehler bei der Keyword-Recherche
Der häufigste Fehler: Auf zu breite Keywords setzen. "Schuhe" hat Millionen von Suchergebnissen, aber "Orthopädie Schuhe Wien 1020" hat vielleicht nur 50. Rate mal, welches Keyword für einen kleinen Schuhladen realistischer ist.
Ein weiterer Fehler: Die lokale Komponente vergessen. Im DACH-Raum suchen viele Menschen mit Ortsbezug. Wenn du ein lokales Geschäft betreibst, gehört dein Standort in deine Keywords. Mehr dazu findest du in unserem Artikel über lokales SEO.
Was du jetzt tun kannst
Nimm dir 30 Minuten Zeit und starte mit Schritt 1: Brainstorming. Schreib mindestens 20 Begriffe auf, die deine Kunden bei Google eingeben könnten. Dann prüfe sie mit Google Autocomplete. Du wirst überrascht sein, wie viele Ideen du findest, an die du vorher nicht gedacht hast.
Wenn du Hilfe bei deiner Keyword-Strategie brauchst, schreib uns über WhatsApp oder Viber. Besuche auch unsere So arbeiten wir-Seite, um zu erfahren, wie wir Keyword-Recherche in den Webseiten-Erstellungsprozess integrieren.